Rezept: Rehmedaillons mit glasierten Kirschen

Ein richtiges Festessen sollte es werden, wenn Margit und Alex zum Essen kommen, ein herbstliches noch dazu. Was liegt da näher als leckeres Wild? Zumal bei der fleischfressenden Pflanze Margit, der ich keinen Fisch servieren kann. Köstliche Wildgerichte hatten wir bei Karl-Josef Fuchs aus dem Romantik-Hotel Spielweg im Schwarzwälder Münstertal im Frühjahr gegessen. Und damals das Haus nicht ohne sein Buch „Wild. Die neue große Kochschule“ verlassen. Nach ein wenig Blättern in dem opulent bebilderten und nicht zu komplizierten Rezepten, fällt die Wahl auf die „Rehmedaillons mit Wildkräutersalat, glasierten Kirschen und Brezelknödel“. Ein Klasse-Rezept, das schnell und einfach zuzubereiten ist und bei den Gästen Eindruck macht. Einziger Wermutstropfen: Ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie schwierig es sein kann, im Herbst Kirschen zu besorgen. Na gut, dass es mit frischen Exemplaren im Oktober knapp aussehen kann – geschenkt! Aber Tiefkühl-Kirschen stehen bei mir bis dato noch nicht auf der Liste der gefährdeten Arten. Fünf Supermärkte und Feinkost-Geschäfte später, gebe  ich klein bei. Und kaufe zuguterletzt Kirschen im Glas. Tut dem Gericht keinen Abbruch. Gerade die einfach und schnell zu machenden glasierten Kirschen sind ein echter Knüller.

Für vier Personen:
Rehmedaillons: 
8 Rehmedaillons aus dem Rücken
Salz, weißer Pfeffer aus der Mühle
2 Esslöffel Sonnenblumenöl

Die Rehmedaillons mit Salz und Pfeffer würzen. In Sonnenblumenöl auf jeder Seite drei Minuten braten.

Glasierte Kirschen:
2Esslöffel Zucker
50 ml Balsamico-Essig
100 ml Rotwein
100 Gramm Kirschen

Den Zucker erhitzen, bis er flüssig ist. Mit Rotwein und Balsamico ablöschen. Etwas einkochen lassen, die Kirschen zugeben und darin glasieren.

Knackig und aromatisch: Salat aus Wildkräutern.

Wildkräutersalat:
150 Gramm Wildkräuter (z.B. Sauerampfer, Löwenzahn, Wiesenkerbel, Minze, Melisse)
(Bonner Hobbyköche bekommen Wildkräuter bei Obst und Gemüse Ort am Stand vor Knauber)
4 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel Balsamico-Essig
Salz, weißer Pfeffer aus der Mühle

 

Wildkräuter putzen, waschen, trocken schleudern. Mit Balsamico und Olivenöl marinieren, mit Pfeffer und Salz würzen.

Brezelknödel:
150 ml Milch
100 Gramm Laugenbrezeln vom Vortrag
2 Eigelb
1 Esslöffel Öl
3 Esslöffel Butter
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Eiweiß
Salz, weißer Pfeffer

Gut gebräunt: In Scheiben schmurgeln die Brezelknödel in der Pfanne.

Milch erwärmen, Brezeln in kleine Würfel schneiden und mit der warmen Milch übergießen. Eine halbe Stunade lang ruhen lassen. Eigelbe, Öl, 1 Esslöffel zerlassene Butter und Petersilie unterrühren. Zum Schluss das geschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse in Klarsichtfolie einrollen (Durchmesser 6 bis 7 Zentimeter) und mit Alufolie fest umwickeln. Die Enden gut zudrehen und in leicht kochendem Wasser 25 Minuten garen. Herausnehmen und kalt stellen. Die Teigrolle in 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und in der restlichen Butter braten.

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