Oh la la, grill dir eine Pizza (Pizza 2.0)

Dampfend und kross: eine Grillpizza.

Eine Pizza gehört in den Ofen. Im Prinzip ist da nichts gegen einzuwenden. Allerdings ist das Ergebnis nicht immer perfekt. Es schmeckt, aber eben nicht wie beim Italiener. Wie machen die das bloß?

So groß sind die Geheimnisse nicht, dass die Wagenräder im Ristorante so schön kross werden, der Teig an manchen Stellen sogar Blasen wirft und der Belag nicht vermatscht. Damit die Pizza so richtig gut backen und karamellisieren kann, braucht sie vor allem eins: Hitze. Die kriegt sie im Backofen allerdings nicht unbedingt ab. Viele Umluftherde machen bei 200 Grad schon Schluss, da zuckt die Pizza noch nicht mit der Wimper.

Heißer wird’s im Grill mit Deckel, schnell mal über 300 Grad. Also liegt es nahe, darin die Pizza mal zu versuchen. Richtig einfach geht es mit einem Gasgrill, hier in diesem Fall ein Weber – doch andere sollten es auch tun.
Selbst Tiefkühlpizza gibt bei den Temperaturen eine noch recht gute Figur ab. Ist geschmacklich aber immer noch meilenweit von einer selbst gemachten entfernt. Also: Am besten selbst einen Hefeteig ansetzen und alles selbst belegen. Das macht Spaß und schmeckt definitiv besser.
Wie wäre es damit, dass Gemüse und Pilze für den Belag vorzugrillen? Alles mit Olivenöl, Pfeffer, Salz und Knoblauch anrichten, auf eine Grillschale geben und ein paar Minuten auf dem Rost lassen. Ab und zu wenden.

Das Problem: Die Pizza muss auf ein Blech oder ähnliches. Sonst würde sie von unten viel zu schnell schwarz. Zum einen gibt es da Pizzasteine. Günstiger geht es da aber mit einem Blaublech (so sehen sie aus: hier). Sie lassen sich leicht im Internet ersteigern und kaufen. Sie sind viel besser, als die noch günstigeren Pizza-Backbleche. Bei den hohen Temperaturen im Grill geht da bald schon der Belag ab – und den will wirklich keiner auf seiner Pizza haben (oder unten drunter).

Also dann: die belegte Pizza rauf aufs Blech und den Grill. Hier die Variante mit Ananas und Schinken für die Kinder. Es dauert bei groß eingestellter Hitze und aufgewärmten Grill nur sieben Minuten, und die erste Pizza ist fertig. Die sieht lecker aus und schmeckt auch so. Für den nächsten Esser gibt es noch eine Variante mit dem vorgegrillten Gemüse: vorher und nacher – siehe Bildergalerie.

Wer seine Pizza ein wenig schärfer will, greift zu einem Pizzaöl, wo in der Flasche Chilischoten schwimmen. In Frankreich gibt es die an jeder Ecke, da isst man die Pizza gerne damit (auch wenn die Franzosen sonst eher nicht für ihre Pizza bekannt sind). Voila.

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